Erste Eindrücke vom POISON Zyankali Belt Drive
Januar 3, 2010 by admin
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Sodele, kurzer Bericht zum Bike:
Zum Zyankali-Rahmen muss ich ja nichts schreiben, der wird vielfach gefahren und ist (geometrisch) baugleich mit dem E605, was bei mir seit zwei Jahren treu seinen Dienst ableistet.
Die verbaute Federgabel (Suntour SF9 Axon RLD ) scheint ein wenig höher zu bauen wie meine Reba, was das Handling ein wenig direkter macht. Das fällt aber nicht unangenehm auf.
Gut durchdacht ist das “Speed lock” der Gabel. Da es komplett gekapselt ist, kommt kein Schmutz heran (siehe dieses Bild). Das dürfte auf Dauer besser funktionieren als die Lösung (Pop Lock) von RockShox, die ein offenes System verbauen.
Auch die Ergononie des Hebels am Lenker gefällt durch seine zwei Knöpfe zum blockieren und lösen besser. Gerade mit Handschuhen im Winter ist er sehr gut zu bedienen.
Die Gabel ist leichter und günstiger als eine Reba SL und stellt so auch eine ernsthafte Alternative zur selbigen dar.
Die Laufräder mit der Mavic XM 117 Felge sind sicher nicht die leichtesten, aber sollten kaum kaputt zu bekommen sein.
Große Überraschung war für mich der montierte Reifen, Maxxis Larsen TT. eigentlich ein Reifen für trockene Bodenverhältnisse hatte er bei beiden Testfahrten auf Schnee, Eis und Schneematsch immer Gripp und vermittelte durchweg ein sicheres Fahrgefühl. Nicht einmal rutsche er bei Kurvenfahrten weg. Gefahren bin ich ihn mit 2,5 Bar bei dem Wetterverhältnissen (ich fahre immer mit mehr Druck als andere
)
Selbst verschneite Steigungen mit fest getretenen Schnee meisterte er ohne Probleme.
Der Schalthebel der Alfine Nabenschaltung ist sehr gewöhnungsbedürftig für diejenigen die sonst eine SLX, XT oder XTR fahren.
Erstmal muss man sich daran gewöhnen das man nur einen Schalthebel hat. Das ist das kleinste Problem.
Größere Umstellung bedarf die umgekehrte Schaltlogik für die Nabenschaltung. Entgegengesetzt zu “normalen” Rapidfire Hebeln, schaltet man hier mit dem großen Hebel auf die (sinngemäß) kleinen Ritzel und mit dem kleinen Hebel dementsprechend auf die großen Ritzel. Also komplett andersherum wie gewohnt. Das hat bei mir zu einigen falschen Schaltvorgängen geführt.
Ansonsten sind die Schalthebel der Alfine gewohnt leichtgängig und mit einer großen Anzeige versehen die einem den eingelegten Gang anzeigt.
Die Alfine Nabenschaltung hat “nur” 8 Gänge. Dies kommt einem im ersten Moment wenig vor, da man 27 Gänge gewohnt ist. In der Praxis zeigte sich jedoch das die 8 Gänge beim Fahren vollkommen ausreichen, wenn man nicht allzu sportlich unterwegs ist.
Die Abstufung der Gänge 1-7 ist gut. Mit den Gängen 1-3 kommt man jede Steigung hoch und auch heute bei den schneebedeckten Anstiegen waren genügend Reserven vorhanden um gut hoch zu kommen.
Die Abstufung zwischen Gang 7 und 8 ist etwas zu groß geraten finde ich. Vor allem merkt man im 8. Gang das relativ hohe Gewicht des Bikes. Es fühlt sich sehr zäh an bei höheren Geschwindigkeiten und man muss etwas mehr Kraft aufwenden um es auf Geschwindigkeit zu halten.
Die Nabe an sich läuft sehr leise.
Schaltvorgänge funktionieren präzise und schneller als bei den meisten Kettenschaltungen.
Beim Runterschalten auf die kleinen Gänge muss man ab und an ein wenig den Druck vom Pedal nehmen, da unter Volllast Schalten nicht so gut geht. Beim heraufschalten auf die großen Gänge kann man jedoch den vollen Druck aufs Pedal beibehalten.
Meiner Meinung nach spielt die Schaltung auf dem Trail ihre Stärken gut aus, da sie eben sehr schnell schaltet und auf engen Trails keine Angst haben muss das Schaltwerk abzureißen, weil ja keins da ist 
Die Gates Riemenscheiben im Zusammenspiel mit dem Zahnriemen laufen sehr sauber und ruhig. Man merkt, wie bei einer Kette, keinerlei Kraftverlust beim beschleunigen. Dadurch das die Riemenscheibe an der Kurbel offen konstruiert ist, wird Schmutz, Schnee und Eis nach innen vom Zahnriemen durch die Scheibe gedrückt (siehe Bild der Riemenscheibe).
An der nabe ist die Riemenscheibe so konstruiert, das der Zahnriemen nicht komplett aufliegt und sich so ebenfalls der Schmutz nach innen weggedrückt wird (siehe dieses Bild)
Fahreindrücke:
In den letzten beiden Tagen habe ich das Bike bei Eis, Schnee, Schneematsch und Wasser bei Temperaturen im Minusbereich bewegt. Insgesamt waren es 100 km die ich absolviert habe.
Durch die Alfine Nabenschaltung und dem Riemenantrieb hatte ich zu keiner Zeit mit Schaltproblemen oder sonstigen Problemen beim Antrieb zu kämpfen. Es funktionierte auch mit dicker Eiskruste nach einer Wasserdurchfahrt (ca 20 cm tiefes Wasser) als das Wasser an der Riemenscheibe und der Schaltung gefroren ist.
Im Gegensatz zur Scheibenbremse. Dort bildete sich eine Eisschicht auf der Scheibe so das die Bremswirkung danach gleich Null war.
Während meine Mitfahrer heute fast alle mit Schaltproblemen zu kämpfen hatten, lief das Belt Drive einfach weiter.
Für die derzeitigen Wetterbedingungen dürfte es wohl kaum ein besseres Antriebskonzept geben.
In der Ausstattung des Testbike ist es ein gutes Tourenbike für Biker, die keine Lust auf großen Wartungsaufwand für Schaltung und Kette haben.
Als Winterbike dürfte es perfekt sein.
Für sportliches Mountainbiken müsste es jedoch noch einiges an Gewicht verlieren (vor allen an den Laufrädern) und da dürfte die Rohloff mit ihren 14 Gängen die deutlich bessere Wahl sein.
Wer ein solides, günstiges und wartungsarmes Bike sucht um Touren zu fahren, der ist sicher sehr gut mit dem Zyankali Belt Drive bedient.
Auf Testfahrt am Standort Rhein/Ruhr
Mai 18, 2009 by admin
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Folgender Erfahrungsbericht ging als Kommentar ein:
Martin Hauschild sagt:
Hallo. Habe am Wochenende die Möglichkeit genutzt ein Poison E 605 in Voerde (Standort Rhein/Ruhr) probe zu fahren. Die Idee, diese Möglichkeit anzubieten, ist einfach nur super.
Der “Vertreter” vor Ort, Herr Osada, hatte sich extra die Zeit genommen, um mit mir eine kurze Tour zu fahren, ca 45 min quer durchs Umland, vor allem Feld- und Waldwege und kurze Singletrail Passagen.
Die Möglichkeit, ein Fahrrad derart testen zu können, gibt es bei keinem Händler. Einfach ein super Service.
Zu dem Bike kann ich nur sagen: alles da, was man braucht, nichts überflüssiges und alles in bester Qualität.
Ich persönlich würde einen Riser-Lenker bevorzugen, dieses Bike war auf cc /Race getrimmt. Doch auch hier hat man ja bei Poison die freie Auswahl, sich sein Rad nach den eigenen Vorlieben zu konfigurieren. Der Rahmen des E 605 ist hochwertig verarbeitet, die Anbauteile stimmen. Für den Hobbysportler wird die SLX-Variante wohl reichen. Die Rockshox Gabel vermittelte gutes Gefühl zum Boden, die Bereifung hatte tollen Grip (Es hat den ganzen tag geregnet, ich hatte hinterher den Matsch überall, selbst in der Unterbuxe :-)). Alles in allem eine tolle Testfahrt, eher ein Erlebnis. Das alles kostenlos und obendrein wurde mir gezwitschert, dass man, 5% rabatt auf ein Poison Bike bekommt, wenn man vor der BEstellung kenntlich macht (und nachweist), dass man zuvor eine testfahrt unternommen hat. Na wenn das nicht die Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist.
Ein Erfahrungsbericht eines Kunden über POISON on Tour
Mai 5, 2009 by admin
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Hier ein kleiner Bericht eines Kunden, der in der RG Bayerischerwald ein Bike getestet hat und von der Serviceleistung beeindruckt ist:
Servus,
i bin neu hier im Forum und wollt nur mal nen kurzen Erfahrungsbericht zu dem Poison on Tour Projekt schildern.
Angefangen hat das Ganze damit, dass ich für meine Freundin ein MTB gesucht habe. Da es ihr erstes gscheites MTB werden soll muss wenigstens ein bißchen Probesitzen auf dem Parkplatz möglich sein. Das geht ja nur bei einem Händler. Hab ich zumindest gedacht. Deshalb ist ein Versenderbike erstmal ausgeschieden. Nach dem Besuch bei ein paar Radhändlern hatten wir das ideale Rad leider nicht gefunden. Entweder zu teuer oder nicht die richtige Größe und Farbe
Also nochmal a bissal googeln. Da bin ich doch klatt über so ein Poison Bike und dem Projekt Poison on Tour gestolpert. Also gleich mal ne Mail an den Artur von der RG Bayerischer Wald geschrieben. Der hat prompt geantwortet und zwei Tage später konnten wir mit den Poison Rädern ne kleine Runde drehen. Die Bikes wurden noch fachmännisch von Artur eingestellt und schon gings los. Das Probefahren, der nette Kontakt mit Artur und seiner Truppe und nicht zu letzt die Möglichkeit das Bike in der Wunschfarbe zu bestellen haben schließlich den Ausschlag gegeben doch bei einem Versender, nämlich Poison, ein Arsen AM zu bestellen. Martin Nettersheim war so freundlich und hat auch noch einen Rabatt bei Dirk Schuster von Poison raushandeln können. Jetzt warten wir natürlich Sehnsüchtig darauf, dass das Bike endlich kommt und wir auf Tour gehen können.Alles im Allen können wir nur sagen, dass das Poison on Tour echt starkes Projekt ist. So stell i mir einen Bike Test und Kauf vor.
Danke nochmal an Martin, Dirk, Artur und Co für die super Unterstützung.
Vielleicht sieht man sich ja demnächst mal auf ner Tour.
Gruß
Mich
Der Bericht ist aus dem MTBvD Forum, nachzulesen hier: http://www.mtbvd-forum.de/showthread.php?t=1069
Testbericht über das POISON E 605
März 7, 2009 by admin
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Technische Ausstattung (Abänderung zum Standard E605 Xi 2009 Modell sind in grün):
Rahmengröße: 50 cm, 1.350 g
Gabel: RockShox Tora SL inkl. Poploc 100mm +++ RockShox Reba Sl 2009 inkl. Poploc 100mm
Steuersatz: ZS 22 LT
Vorbau: Amoeba Vitra ST-M210
Lenker: Amoeba Vitra HB-M210 gerade
Griffe: Velo
Sattelstütze: Amoeba Vitra
Sattelklemme: Alu +++ Sattelschnellspanner XC-68 in 34,9 mm
Sattel: Selle Italia Filante Flow 09
Bremse: Hayes Stroker Ryde
Schaltwerk: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano SLX
Kette: Shimano SLX
Kassette: Shimano SLX
Innenlager: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX 44/32/22 175 mm
Naben: Mavic Crossride
Felgen: Mavic Crossride
Reifen: Schwalbe Racing Ralph 26 x 2,1
Pedale: +++ Shimano Pedal-Paar PDM 540
Design: +++ schwarz mit orangen Designelementen
Gewicht: 11,2 kg +++ noch nicht überprüft
Preise:
- I-Net-Preis laut Website von POISON-BIKES: 1.049,00 €
- TestBike-Preis in der o.g. Ausstattung: 1.149,00 €
Individuelle Einstellungen vor Beginn der Testfahrt:
- Fahrergröße: 183 cm
- Fahrergewicht: 95 kg, brutto inkl. Bekleidung, Schuhe, Helm und Trinkrucksack Camelbag M.U.L.E mit Werkzeug, Dämpferpumpe, QUICKER CO2-Pumpe, Ersatzkartuschen, Ersatzschläuche, HappaHappa, SchlürfSchlürf … und ausblasbare Werkbank

- HR: 2,6 bar
- VR: 2,2 bar (dank QUICKER Floorpump)
- RockShox Reba SL 2009 Poploc 100 mm: 10 bar, ca. 12% SAG
Testgebiet:
- Lüderich (Overath / Rösrath)
Testfahrt:
- Datum: 01.03.2009
- Dauer: ca. 75 min
- Strecke: ca. 20 km
- Höhenmeter: ca. 300-400 hm
Testfahrtabschnitte:
- Straße:
Nach den Einstellungsarbeiten ging über die Straße in Richtung Sülz. Das E 605 setzt den Vortrieb direkt um und so fuhr ich zügig auf dem grossen Kettenblatt. Die RockShox Reba SL wies bei normale Pedalbewegung keine Wipptendenz auf. Erst als ich in den Wiegetritt gegangen bin, war das Einschalten des Poploc-Schalters von Vorteil. - Uferpfad an der Sülz:
Kategorie S0. Es war kein Unterschied gegenüber dem Straßenbelag festzustellen. Auch hier ging es sehr zügig voran. - Lüderich-Uphill von Norden gegen den Uhrzeigersinn bis zum Ringwall:
Kategorie S0-S1. Die SLX-Schaltung arbeitete wie am zuvor getesteten Curare präzise, leise und unauffällig. Insgesamt hatten die Mechaniker einen guten Einstellungsjob gemacht. Die SLX-Gruppe ist die richtige Wahl, wenn Schaltpräzision, Anschaffungspreis und Verschleißkosten in einem vernünftigen Verhältnis stehen sollen. Während der Uphill-Runde schaltete ich auf einigen Teilstrecken das Poploc der RockShox Reba SL an. Das E 605 TestBike fuhr sich nun wie ein Starrbike. Im Vergleich zum Curare flog ich nur gerade zu den Uphill hinauf. Das Mindergewicht von ca. 4 kg und der niedrige Rollwiderstand der Racing Ralph machen sich sehr stark bemerkbar. - Lüderich-Downhill auf der Ostseite runter zur Sülz:
Kategorie S1-S2. Steile Passagen mit fetten Wurzeltrails, Schotterstrecken sowie matschige, rutschige zum Teil noch vereisten Untergründe mit kleinen Hüpfern über Wurzelabsätze begleiteten mich auf dem Downhill. Das Poploc der RockShox Reba SL hatte ich nun ausgeschaltet. Das E 605 zeigt sich spurtreu, wendig aund agil. In einigen Passagen kam ich aber an die Grenzen des Racing Ralphs. Auf feuchten oder gar nassen Untergründen, insbsondere auf Schotter, felsigem und wurzeligem Untergrund brach der Racing Ralpf am Hintereifen mehrfach aus. Während vorne die RockShox Reba SL mir bei der Traktionskontrolle half, hatte ich am Hinterrad ‘alle Hände’ voll zu tun. Auf diesen Passagen hätte ich mich auf einem griffigerem Reifen sicher wohler gefühlt. Ich bin mal gespannt, wie sich das Zyankali mit den Schwalbe Nobby Nics hier verhalten wird. Mit den Shimano PDM 540 bin ich sehr gut zurecht gekommen. Die Hayes Stroker Ryde gefielen mir gut. Nachdem ich auf einem Downhill-Forstweg mit Schotterbelag die Bremsen eingebremst hatte, waren die anschließenden Singletrails kein Problem. Im Downhill erzeugten die Hayes Stroker Ryde mit unter eine Bremsverzögerung, denen die Racing Ralphs ‘nicht gewachsen’ waren. - Lüderich-Uphill auf der Ostseite:
Mit eingeschaltetem Poploc ging es ohne Probleme die Uphill-Passage hinauf. Den Rückweg fuhr ich dann über Straße schnell wieder nach Hause. Auf der Straße scheint sich der Racing Ralph am wohlsten zu fühlen. Da merkt man kaum, dass man auf einem Mountainbike unterwegs ist.
Testurteil:
Nun, dies war die erste Testfahrt mit dem E 605. Bei der nächsten Testfahrt möchte ich gerne langsamere und technischere Passagen (bis S3) fahren, um das Handling testen. Allerdings würde ich für die nächste Testfahrt folgende Änderungen vornehmen:
- VR: 2,0 bar
- HR: 2,4 bar (ggf. beide noch etwas senken)
- RockShox Reba SL 2009 inkl. Poploc: etwas weniger als 10 bar Druck mit ca. 15% SAG
Wer ein Hardtail sucht, bei dem lange Tourenfahrten mit zügiger Fahrweise im Vordergrund stehen oder der den Einstieg in CC-Rennen sucht, der trifft mit dem POISON E 605 in der oben getesteten Ausstattung eine gute und preisgünstige Wahl. Erfeulich ist, dass das E 605 in beide Richtungen (Tour oder CC-Rennen) Tuning-Potenzial bietet. Insbesondere wenn man ins CC-Rennen einsteigen will, lassen sich mit der Gabel (z.B. Magura Durin MDR 100 R DLO oder Manitou R7 Super Absolute 100), Vorbau/Lenker/Sattelstütze/Sattel (z.B. Amoeba Scud Serie), Schaltungsgruppe (XT/XTR) und Laufräder (z.B. Mavic Crossmac SLR) ein schönes E 605 Hardtail unter 10 kg aufbauen.
Ein Testbericht von Martin über das Curare Xi
Februar 28, 2009 by admin
Filed under Erfahrungsberichte, Topnews
Technische Ausstattung (Abänderung zum Standard Curare Xi 2009 Modell sind in grün):
Rahmengröße: 45 cm, 150 mm am HR
Gabel: Suntour Epoicon RLD 120 +++ RockShox Lyrik UT 115-160 mm
Steuersatz: FSA Pig DH Pro
Dämpfer: Mallet TH-872 FR +++ DT Swiss EX 200 HPR
Vorbau: Amoeba Borla DH
Lenker: Amoeba Borla DH
Griffe: Velo 5391 AD
Sattelstütze: Amoeba Borla
Sattelklemme: Alu +++ Sattelschnellspanner XC-68 in 34,9 mm
Sattel: Velo BMX
Bremse: Hayes Stroker Ryde +++ Avid CODE, jeweils 203 mm an VR und HR
Schaltwerk: Shimano SLX
Umwerfer: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano SLX
Kette: Shimano SLX
Kassette: Shimano SLX
Innenlager: Shimano SLX
Kurbel: Shimano SLX 36 / 22 175 mm
Nabe VR: Shimano Deore +++ Novatec Steckachsnabe 20mm industriegelagert
Nabe HR: Shimano Deore
Felgen: Sun Extreme Disc ST 26 +++ Sun Single Track
Reifen: Kenda Blue Groove 26 x 2,35 +++ Schwalbe Big Betty
Pedale: +++ CMP 559 weiß
Design: +++ zweifarbig weiß/schwarz mit orangen Designelementen
Gewicht: 14,9 kg +++ noch nicht überprüft
Preise:
- I-Net-Preis laut Website von POISON-BIKES: 999,00 €
- TestBike-Preis in der o.g. Ausstattung: 1.674,00 €
Individuelle Einstellungen vor Beginn der Testfahrt:
- Fahrergröße: 183 cm
- Fahrergewicht: 95 kg, brutto inkl. Bekleidung, Schuhe, Helm und Trinkrucksack Camelbag M.U.L.E mit Werkzeug, Dämpferpumpe, QUICKER CO2-Pumpe, Ersatzkartuschen, Ersatzschläuche, HappaHappa, SchlürfSchlürf … und ausblasbare Werkbank

- HR: 2,2 bar
- VR: 2,0 bar (dank QUICKER Floorpump)
- DT Swiss EX 200 HPR: 9 bar, ca. 25% SAG, Plattform nicht aktiviert
- RockShox Lyrik U 115-160 mm, 160 mm, Mission Control nicht aktiviert.
Testgebiet:
- Lüderich (Overath / Rösrath)
Testfahrt:
- Datum: 19.02.2009
- Dauer: ca. 2 h
- Strecke: ca. 20 km
- Höhenmeter: ca. 300-400 hm (leider ohne GARMIN-Aufzeichnung
Akkus vergessen, aufzuladen.
)
Testfahrtabschnitte:
- Straße:
Nachdem ich nach einigen Versuchen die richtige Sattelhöhe gefunden hatte, fuhr ich locker pedalierend über Straße in Richtung Sülz. Während die RockShox Lyrik UT 115-160 mm sich durch die normale Pedalbewegung unbeeindruckt zeigte, wippte der Hinterbau des Curare merkbar. Ich sah, den Dämpfer arbeiten, was allerdings sicher auch am 25%igen SAG lag. Nach Zuschalten der DT Swiss EX 200 HPR Plattform war Ruhe im Karton. Überfahren von Bordsteinkanten bügelte der DT Swiss EX 200 HPR unauffällig weg. - Uferpfad an der Sülz:
Kategorie S0. Es war kein Unterschied gegenüber dem Straßenbelag festzustellen. Lediglich der Rollwiderstand der Schwalbe Big Betty war auf dem Splitt etwas höher als auf dem Asphalt. - Lüderich-Uphill von Norden gegen den Uhrzeigersinn bis zum Ringwall:
Kategorie S0-S1. Die SLX-Schaltung arbeitete präzise, leise und unauffällig. Dies blieb auch so über die gesamte Testfahrt. Während der Uphill-Runde schaltete ich zum ersten Mal das Mission Control der RockShox Lyrik UT 115-106 mm an. Ich probierte mehrere Abstufungen aus und aktivierte dann das Mission Control zu 100%. Sowohl kraftvolle Pedalieren als auch Wiegetritt führten nicht zu einem merkbaren Wippen am Hinterrad. Der DT Swiss EX 200 HPR verrichtete seinen Dienst unauffällig und damit sehr gut. Die RockShox Lyrik UT 115-160 mm mit dem zu 100% aktivierten Mission Control verhielt sich wie eine Starrgabel. Das Curare TestBike fuhr sich nun wie ein Starrbike. Lediglich beim Überfahren von Schmelzwasserrinnen, also Schlag von unten, federte der DT Swiss EX 200 HPR ein. - Lüderich-Downhill auf der Ostseite runter zur Sülz:
Kategorie S1-S2. Steile Passagen mit fetten Wurzeltrails, Schotterstrecken sowie matschige, rutschige zum Teil noch vereisten Untergründe mit kleinen Hüpfern über Wurzelabsätze begleiteten mich auf dem Downhill. Die RockShox Lyrik UT 115-160 mm war nach wie vor auf 160 mm eingestellt, allerdings nun mit deaktiviertem Mission Control. Der DT Swiss EX 200 HPR wurde nun im Downhill ohne aktivierter Plattform-Steuerung gefahren. In allen Passagen fühlte ich mich sauwohl auf dem Curare. Lediglich die Plattformpredalen vermittelten mir als eingefleischter SPD Shimano 424 Fahrer eine geringer Standsicherheit, wenn gleich der Grip auf dem CMP 559 klasse war. Die Schwalbe Big Betty bot mit eine gute Traktion, Grip sowie eine gute Rückmeldung über den Untergrund. In den matschigen Passagen lief sie allerdings ein bisschen schwer, saugte sich am Schlamm fest. Tja, und nun zur Avid CODE. Huijuijui, die sind gefährlich. Irgendwo hatte ich im Zusammenhang mit der Avid CODE die Titelierung “Wurfanker” gelesen. Ja, das stimmt. Punkt. Absolut präzise in ihrem Handling. Perfekt zu dosieren. Excellenter Druckaufbau mit perfekter Rückmeldung. Lässig mit einem Finger zu bedienen, ohne jemals den Eindruck zu vermitteln, man brauchte mehr Finger für den Bremskraftaufbau. Nachdem ich auf einem Downhill-Forstweg mit Schotterbelag die Bremsen eingebremst hatte, waren die anschließenden Singletrails ein Genuss. Das Zusammenspiel aller Teile am Curare zauberte mir ein fettes Grinsen aufs Gesicht. (Das sind die Momenten, die einem wieder klar machen, warum zusammen mit den anderen Buddies das alles im MTBvD macht). - Lüderich-Uphill auf der Ostseite:
Nachdem ich wieder die Plattform des DT Swiss EX 200 HPR eingeschaltet hatte, merkte ich im Uphill, dass ich schon sehr über dem Lenker mich positioniert hatte. Trotzdem neigt das Vorderrad zum leichten Schweben. Mit einem längeren Sattel wäre die Situation sicher einfach zu lösen gewesen, aber der Sattel Velo BMX ist für einem MTB-Sattel schon kurz. Also hielt ich an, schraubte die RockShox Lyrik UT 115-160 mm auf 115 mm runter und aktivierte das Mission Control. Zwar in einem kleineren Gang, was auf meine mangelnde Fitness zurüchzufürhen ist, aber dennoch locker pedalierend und ohne Wippen nahm ich die Uphill-Passage. Den Rückweg fuhr ich dann über Straße zügig wieder nach Hause.
Testurteil:
Nun, dies war die erste Testfahrt. Bei der nächsten Testfahrt möchte ich gerne langsamere und technischere Passagen (bis S3) fahren, um das Handling testen. Allerdings würde ich für die nächste Testfahrt folgende Änderungen vornehmen:
- VR: 1,8 bar
- HR: 2,0 bar (ggf. beide noch etwas senken)
- DT Swiss EX 200 HPR: keine Änderung, also 9 bar mit 25% SAG
- Sattel: Austausch gegen einen längeren und etwas breiteren Sattel. Entweder den Sattel von meinen Bike oder einen anderen von den TestBikes ausprobieren. Mit dem Sattel Velo BMX komme ich persönlich definitiv nicht klar.
- Pedale: Austausch der Plattform CMP 559 gegen meine Shimano 424. Gerade in den langsameren und technischeren Passage verspreche ich mir eine bessere Bikekontrolle.
Wer ein Enduro sucht, bei dem lange Tourenfahrten mit zügiger Fahrweise nicht im Vordergrund stehen (wg. 2-fach Kurbelgarnitur, Gewicht und Reifen), der aber sich den Downhill mit einem selbstgefahrenen Uphill ohne lästiges Wippen verdienen will, und es im Downhill, ob schnell oder langsam oder technisch krachen lassen will, dabei durch Fahrwerk und Bremsen die nötigen Sicherheitsreserven wünscht, ja, der trifft mit dem POISON Curare in der oben getesteten Ausstattung eine gute und preisgünstige Wahl.
So, und morgen mache ich mich erstmal ans Pflege und Warten.
Und obwohl ich definitiv keine trockenen Verhältnisse hatte, sieht das Curare gar nicht zu schlimm aus.









